Rückkehr der Wehrpflicht?

Wehrpflicht, Rücktritt von Gomez, Kontaktverbot

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Kommentare

by ruwa on
Erstens: Angesichts der heutigen Militärtechnik gibt es nicht ein einziges "sicheres" Land auf der Erde. Zweitens: Im Zusammenhang mit der Wehr- oder einer allgemeinen Dienstpflicht von "Zwangsarbeit" zu reden ist Schwachsinn, nicht nur gesellschaftlich sondern auch juristisch. Drittens: Die Wiedereinführung der Wehrpflicht - selbstverständlich mit den Verweigerungsmöglichkeiten aus Gewissensgründen, dann aber eine zivile Dienstpflicht (auch für Frauen) - täte unserer Gesellschaft gut, weil das eine vernünftige Solidarität bewirken könnte. Die Bundeswehr wäre wieder - wie früher - gewissermaßen in der Mitte der Gesellschaft und nicht am Rande, wie das leider heute der Fall ist. Viertens: Natürlich müsste Deutschland höhere Kosten für die Bundeswehr in Ansatz bringen, insoweit muss sogar dem unsäglichen amerikanischen Präsidenten beigepflichtet werden. Fünftens: Eine allgemeine Dienstpflicht bei Wehrdienstverweigerung könnte gravierende Mängel in der Kranken- und Altenpflege kompensieren und entspräche darüber hinaus dem Gleichbehandlungsgebot. Sechstens: Auch unseren Mitbürgern mit Migrationshintergrund würde eine allgemeine Wehrpflicht die Integration in unsere Gesellschaft deutlich erleichtern.
by Professore on
Habe gerade im TV ein Interview mit dem Bundesbeauftragten für Verteidigung über das Thema Wiedereinführung der Wehrpflicht gesehen, war interessant und aufschlußreich, nur als zum Ende des Gesprächs der "Wehrbeauftragte" äußerte das, aufgrund der völlig neuen Strukturierung der BW, eine Wiedereinführung der Wehrpflicht so gut wie unmöglich erregte dies und erregt immer noch meinen Widerspruch. Wer, wie wir, die Wehrpflicht nur aussetzt und nicht abschaft, muß auch Pläne für die Wiedereinführung im Schubkasten haben, alles Andere wäre unverantwortliches Handeln. Wofür haben wir denn eine BW - Verwaltung/Verteidigungsministerium? Zum Däumchen drehen? Ich bin kein Soziologe oder ähnliches aber es hat sich bei mir der Eindruck verfestigt das seit Abschaffung der W - Pflicht es vor allem unter jungen Männern zu einer "verrohung" der Sitten gekommen ist. Denn früher haben wir nicht nur gelernt wie man die Waffe richtig hält, oder alten menschen die Windeln wechselt, sondern wir bekamen auch einen "Grundkurs" in sozialem verhalten gelehrt! Und was die Mannschaftsstärke der BW betrifft, niemand will wieder 500.000 Soldaten unter Waffen haben aber 128.000 sind definitiv zu wenig! Und was das Argument. "Wir sind doch schließlich nur noch von Freunden umgeben" betrifft, was sagen wir denn unseren freundlichen östlichen NATO - Partnern wie Polen oder dem Baltikum, wenn es Herrn Putin und seinen freundlichen "grünen Männchen" gefällt, leichte Korrekturen an der russisch-baltischen oder russisch - polnischen Grenziehung vorzunehmen? Soll unsere "Kampf - Uschi" dann verlegend lächelnd eingestehen: " Sry Leute habe gerade niemand frei den ich euch zur unterstützung schicken könnte" ?!?
by Madach on
In Anbetracht der Unsicherheit mit den Natopartner USA und der Türkei ist Deutschland als Führungsnation in der EU geradezu verpflichtet,mittels Wehrpflicht eine starke Verteidigung zu repräsentieren.Selbst die hohe moderne Wirtschaftskraft darf nicht schutzlos den Selbslauf über- lassen werden.Wenn man noch die gegenwärtige Lage von Russland in Betracht sieht,die ohne Konsequenzen als UN-Sicherheitsratsmitglied ein Teil der Ukraine annektiert,dann ist eine Verteidigung von hoher Wichtigkeit.
by Petrus66699 on
Man sollte ein soziales Jahr oder Dergleichen einführen. Dann würden so einige wieder Respekt vor den Mitmenschen und Ordnung in ihr Leben bekommen. Leider lassen viele jüngere Mitbürger dies heute vermissen, da haben die Eltern einiges in Ihrer Erziehung unter den Tisch fallen lassen. Ellenbogen hat jeder selber, aber eine Hand reichen fällt leider vielen schwer.
by Nuerly on
Die Debatte ausschließlich auf die Reaktivierung der Wehrpflicht zu reduzieren, greift zu kurz. Ich befürworte ein Jahr für die Gemeinschaft a l l e r jungen Deutschen als deutlichen, erlebbaren Hinweis, dass ein Rechtsstaat zugleich auch ein Pflichtstaat ist. Nur zu nehmen ist unsolidarisch und unsozial, auch zu geben sollte staatsbürgerliche Pflicht sein. Und der Wehrdienst wäre eine Facette aus einem breiten Menue an gesellschaftlichen Aufgaben. Die Debatte bereits im Keim zu ersticken mit dem Argument, die Zweidrittelmehrheit für eine Änderung des Grundgesetzes ist eh nicht zu erreichen, ist ein unzulässiges Totschlagargument.
by Hundeausfuehrer on
Wehrpflicht ? kommt darauf an inwieweit Trump seine Kriegsmuskeln ausdehnt.
by Bernie McTyne on
Auch ich war bei einem Transportbattaillon und weine der Zeit sicher nicht nach, wenngleich ich sie rückblickend als charakterbildend beschreiben würde. Obwohl schon 24 und fertiger Maschinenbauingenieur wurde ich einge- und trotzdem nicht verzogen. Wenn ein 20-jährigem Uffz einem 24-jährigen teilweise ohne logischen Grund „den Ar... bis zum Stehkragen aufreißt“, dann lernt man schnell, mit Bauernschläue und Intelligenz zurückzuschlagen. Sehr erfolgreich, wie ich meine, denn der brauchte ja mich, ich ich dagegen eigentlich garnicht. Ich hatte mir schon mehrere Möglichkeiten im Zivildienst überlegt, wäre aber sicher durch die „Prüfung“ gefallen. Damals war „rumballern“ mangels Videospielen bei mir eher „in“. Heute bin ich eher ein Mann der leisen Töne. Vielleicht gerade desderwegen. Freunde von mir waren aus Überzeugung beim Zivildienst in Altenheimen und einer sogar in Australien in einem Weltkriges-Veteranenheim eingesetzt. Sie hatten, wenn auch die meisten Heimschläfer bei Mamma, alle meine Hochachtung. Wenn heute, auch mangels Personal, über eine allgemeine Dienstpflicht nachgedacht wird, dann ist das äußerst legitim. Polemisieren darf man freilich nicht, aber warum soll ein junger Mensch, bevor er zum Stdium zugelassen wird, nicht auch seine Bereitschaft zeigen, der Gesellschaft etwas zu geben? Man könnte ja auch über ein Punktesystem nachdenken. Pro Quartal Dienstleistung n der Allgemeinheit ein Punkt für die Zulassung an der Uni oder FH?! Ich würde sogar soweit gehen, Lehrlinge, bzw. die, die eine Lehre gemacht gemacht haben vom Dienst auszunehmen. Irgendwie haben die ja schon einen Dienst an der Allgemeingeit getan und zudem suchen die Firmen händeringend Auszubildende. DIe Duerchgetaktete Pflege in Alotemheimen und Krankenhäusern kann ich so viel persönliche Zuwendung geben, wie die Kranken und Alten brauchen. Fachpersonal sollte man vielleicht auch garnicht zu sehr damit „belasten“. Das können tatsächlich Zivies besser. Ich habe das in Altenheimen, in denen ich aufgrund ehrenamtlicher Tätigkeit unterwegs bin oft gesehen - früher ! Apropos Ehrenamt: Hier geht die Zahld eher, die Verantwortung übernehmen auch zurück. Also wären vielleicht auch dort Einsatzmöglichkeiten gegeben. Warum nicht im Verein, in Kirchen, in Schulen. Selbst der Hasenzüchterverein wäre froh, wenn ein Jungspunt die Homepage pflegen und die Alten zur monatlichen Zusammenkunft bringen würde. Die Kirchen beklagen den Rückgang an Bereitschaft zum tätigen Mitarbeit. Der „Sonnige Herbst“ würde sich sicher über die Jungfahrer freuen, die die etwas weniger mobilen zuhause abholt und sie eine weile betüdelt oder den Kirchenbesuch ermöglicht. So ganz nebenbei kommen sich alt udn jung wieder näher und aus meiner Erfahrung erwachsen aus solchen Begegningen sogar Freundschaften. Wie Sie sagen: Nicht polemisieren und vor den jeweiligen politischen Karren spanne, sondern die wahren Gründe nennen und dann ernsthaft über eine allgemeine Dienstpflicht diskutieren. Sie müsste nicht zwingend sein, aber mit lukrativen Aussichten „belohnt“ werden. Die erhöhte Aussicht auf den Studienplatz, Erlassen des ersten Vorpraktikums, oder einfach nur als werbewirksamer Eintrag im Lebenslauf bei der Bewerbung. Man kann Gift drauf nehmen, dass die meisten Menschen mit sozialem Engagement und Empathie die besseren Bewerber und später Arbeitnehmer sind. Ich würde bei meiner Entscheidung natürlich solchen Kandidaten den Vorzug geben. Ob ich das nun rechtlich dürfte oder nicht sei mal dahin gestellt, aber Einfluss hätte das sicher auf meine Entscheidung.
by von Faltin on
Der Artikel ist im großen und ganzen gut. Für heutige Zeiten erstaunlich gut. Nur das mit der Legimitation ist falsch. Die Feuerwehr braucht auch keine Legimitation. Die Geschichte zeigt, leider, daß der Mensch nicht zum friedvollen humanen Umgang geschaffen ist. Sonst bräuchten wir keine Polizei. So ist es auch im größeren Maßstab. Die Wehrpflicht wurde ja nicht abgeschafft, sondern ausgesetzt. Alle Gesetze sind wieder einzusetzen. Was allerdings ein Problem ist. Unsere letzten drei Verteidigungsminister incl. der Leyendarstellerin haben keinen Bezug zum Militärischen, sprich, Clausewitz ist für die ein Kreuzworträtsel. Es spricht noch etwas wichtiges für die Wehrpflicht. Die Integration von ausländischen Jugendlichen kann in einer Armee, wenn sie den soldatische geführt wird, hervorragende Ergebnisse zeigen. War zeitlebens in der Armee und konnte das beobachten.
by stone on
Man kann darüber streiten. Auch wenn unser Land als sicher gelten soll- es gibt Politiker in der Welt, die das nicht gerne sehen. Außerdem kann die Bundeswehr auch andere Aufgaben übernehmen, z.B. Hilfe bei Unwetterkatastrophen. Und wenn nicht Wehrpflicht, warum nicht ein soziales Jahr? Mir hat jedenfalls die Wehrpflicht bei der BW nicht geschadet. Im Gegenteil, ich habe gelernt auf andere Menschen einzugehen und im Team mehr zu erreichen.

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